Fernbahntunnel in Frankfurt unsinniger denn je

Frankfurt22 fordert die Herausgabe der Bahnstudie zum viergleisigen oberirdischen Ausbau der Verbindung von Frankfurt Süd und Frankfurt Hbf

Zu den Pressemedungen „Schaden an Tunnelbohrer kostet Millionen“ und „Feinstaubalarm in der Hauptwache“ in der FR v. 15. und 18.4.2020

Die angeblich „sauberen“ U-Bahn-Tunnel sind also nicht nur superteuer und werden immer teurer, sie sind auch extrem ungesund, da hoch feinstaub-belastet. Dies wird sich bei einem Fernbahntunnel noch viel stärker auswirken, da die Steigungen enorm, die Züge schwer sind, schnell fahren und bremsen sollen. Eine Feinstaub- und Feuerquelle par excellence. In dem Zusammenhang muss unbedingt über eine oberirdische Alternative nachgedacht werden.

Denn mit einer einzigen unentzifferbaren Folie versuchte Herr Gerd-Dietrich Bolte von der DB Netz AG Ende Februar den viergleisigen Ausbau des Nadelöhres Frankfurt Süd-Frankfurt Hbf zu begraben. Seine Ingenieure hätten nur einen Zugewinn von lediglich 5 % errechnet. Den Beweis für diese Behauptung blieb er bislang schuldig. Hatten doch 17 Jahre zuvor der hessische Verkehrsminister Dieter Posch (FDP), Frau OB Petra Roth (CDU), Herr Hartmut Mehdorn (Vorstandsvorsitzender der DB), Herr Volker Sparmann (RMV) und Landrat Rolf Gnadl (SPD) andere Berechnungen der Bahn vorgestellt.

Da waren Steigerungsraten durch den oberirdischen Zulaufausbau von 40 % (Hbf-Süd), 49 % (Hbf-Niederrad) und 135% (Hbf-Louisa) errechnet worden. (Siehe Grafiken unten: „Istzustand 2003“ und prognostizierter  „Zustand 2015“)

Angesichts der Tatsache, dass der Nord-Süd-Fernverkehr über Stadion zum Hbf (bzw. umgekehrt) seit Jahrzehnten immer noch über einen eingleisige Verbindungskurve abgewickelt wird, ist dies durchaus realistisch. Doch wie kommen die Ingenieure der Bahn plötzlich zu den jämmerlichen Ausbauwerten von 5 % für die viergleisige Verbindung Hbf-Südbahnhof? Soll vielleicht der Tunnel (angeblich 20 % Steigerung) einseitig bevorzugt werden? Um solchem Verdacht zu entgehen empfiehlt sich für die Bahn die Offenlegung der Bahnstudien zum oberirdischen Ausbau des Frankfurter Hauptbahnhofs.

Wie kommt es zu den unterschiedlichen Werten? Waren damals Milchmädchen am Rechnen oder Fachleute? Die Karten müssen auf den Tisch!

Nicht nur Die Partei fordert Frankfurt autobefreit

Das Gezerre um eine autobefreite Straße am Mainufer in Frankfurt ist unlustig. Es war doch klar, dass sich Teile des menschenverachtenden Kfz-Verkehrs, dass sich das Virus Auto auf andere Stadtteile verlagern würde. Mit halben Sachen macht man keine Verkehrspoltik. Aber halbe Sachen macht die SPD seit 156 Jahren und die Grünen seit 35. Die Partei fordert die autobefreite Innenstadt. Wir von Frankfurt22 haben ein Konzept. Das heißt Straßen für alle.

 

Das Virus Auto muss raus aus unseren Städten und keine Stadt in Deutschland ist so prädestiniert dafür wie Frankfurt.

Laden Sie unser Konzept herunter! Machen Sie mit!

Strassen für alle 2.0-Neu